Niederbayerische Meisterschaft in Hengersberg

Bei herrlichem Novemberwetter  veranstaltete der TSV Natternberg am 14. November 2021 die Niederbayerische Meisterschaft in Hengersberg. Gelaufen wurde um den Rohrberg, auf dem Marktplatz, dem angrenzenden Siedlungsgebiet und am Schulgelände. Die fünf unterschiedlich lange Bahnen waren eher laufbetont, dennoch gab es auch knifflige Passagen zu bewältigen. Vom TV Osterhofen gingen 9 Läufer an den Start und kämpften um die Medaillen. Aufgrund der Coronabeschränkungen fand keine Siegerehrung statt. Danke dem TSV Natternberg für die Ausrichtung der Meisterschaft.

Ergebnisse:

D14   3.Platz Karolina Jaekel,  D19E  3.Platz Rebekka Schweiger,  D55  2.Platz Iris Bauer,  H14  3.Platz Benedikt Kettler,  H65  2.Platz Josef Kümpfbeck

Gratulation an alle.

 

 

 

Orientierungslauf-Bundesranglistensieger 2021

Georg Reischl ist zum 17. Mal Bundesranglistensieger

Die coronabedingt kurze nationale Orientierungslaufsaison 2021 ist abgeschlossen. Damit stehen auch die diesjährigen Bundesranglistensieger fest. Für diese Liste werden alle Wettkämpfe des Jahres auf Bundesebene – die Deutschen Meisterschaften und die Bundesranglistenläufe – herangezogen. In dieser Saison waren das bei den Erwachsenen nur 3 Wettkämpfe. Wer am Ende dieser Serie in seiner Altersgruppe ganz oben steht, kann zu Recht als “ Deutscher Jahresmeister“ bezeichnet werden.

Einmal mehr Bundesranglistensieger wurde Georg Reischl. Der Osterhofener Medaillensammler startete bei den beiden Deutschen Meisterschaften und an dem einen Ranglistenlauf. Er hat diese drei Wettkämpfe jeweils klar gewonnen und wurde damit am Ende auch überlegener Gesamtsieger in seiner Altersklasse H85. Für Georg Reischl ist das bereits der 17. Bundesranglistensieg. Seiner umfangreichen Sammlung von Sieger-Shirts konnte er damit ein weiteres Exemplar aus der Hand des Vorsitzenden des deutschen  OL-Fördervereins hinzufügen.

Foto: Georg Reischl an einem Demo-Kontrollposten.

Mit dem Chip am Finger wird genau festgehalten, wann der Läufer den „Posten“ erreicht hat.

Bay. Meisterschaft und Bayerncup Finale am Starnberger See

Bei kühlem aber sehr sonnigem Herbstwetter machten sich alle erwachsenen aktiven OLer des TV Osterhofen Mitte Oktober auf den Weg Richtung Starnberger See um am großen Saisonfinale dabei zu sein. Wir kannten den wunderbar interessanten und großteils sehr gut belaufbaren Wald schon aus den Vorjahren. Aber gerade auch das hat seine Tücken. Durch orientierungstechnische Fehler landeten alle unserer Teilnehmer auf den mittleren Plätzen. Dabei ist mir persönlich etwas passiert, was noch nie vorher geschehen war. Ich war gemütlich zum Vorstartbereich marschiert, weil es eh nicht so pressierte und ich am Ende des gesamten Teilnehmerfeldes meine Startzeit hatte. Dort angekommen hab ich mich noch mit den nach mir startenden Kollegen verratscht und bin dann tatsächlich um 2 1 /2 Minuten zu spät gestartet, was meine Laufzeit natürlich unnötig erhöhte. Dass es dann trotzdem noch zu Bronze bei der Bay. Meisterschaft Langdistanz gereicht hat….., egal. Die Platzierung zählt.  Dies blieb leider die einzige Medaillen-Ausbeute für den TVO bei dieser Meisterschaft, aber Spaß hatten wir alle.

 

 

 

 

 

 

Am Folgetag ging es im selben Gelände noch einmal um wertvolle Bayerncuppunkte für die Gesamtwertung 2021.

Dabei ergaben sich folgende Klassierungen:

D45 Gertrud 6. Platz, Martha 10. Platz

D55 Iris 5. Platz

H55 Siegfried 4. Platz, Peter 12. Platz

H 65 Josef 4. Platz

H75 Georg 4. Platz

Doch alle waren wir froh, dass auch in diesem von Corona noch deutlich gezeichnetem OL-Jahr sämtliche Bayerncup Läufe und Meisterschaften möglich waren.

Wir danken allen Ausrichtern für ihr großes Engagement

 

 

 

 

DM Lang in Gröden/Sachsen

Als i-Tüpfelchen einer kurzen aber sehr intensiven nationalen OL-Saison erlebten mehr als 660 Teilnehmer die Titelkämpfe in Gröden. Zur dort stattfindenden  Deutschen Meisterschaft über die Langdistanz reiste auch Georg Reischl an. Die Läufer erwartete ein sehr schnelles Gelände, welches aufgrund des abwechslungsreichen Höhenreliefs und teilweise üppigen Bodenbewuchs durchaus weh tun konnte und auch den ein oder anderen eine Suche um den Posten  verursachte. Als erfahrener OL- er  nutzte Georg auch diesmal die Chance seine Konkurrenten hinter sich zu lassen und konnte somit seine 37. Goldmedaille in Empfang zu nehmen.

Orientierungslauf: Deutsche Mitteldistanz-Meisterschaften und Bundesranglistenlauf

36.   Goldmedaille für Georg Reischl, TV Osterhofen

Nach fast zweijähriger coronabedingter Zwangspause fanden auch auf Bundesebene endlich wieder Orientierungslauf-Wettkämpfe statt. Der MTV Seesen am Westrand des Harzes organisierte dort die deutsche OL-Meisterschaft in der Mitteldistanz und tags darauf einen Langdistanz-Ranglistenlauf. Rund 600 Läufer waren der Einladung gefolgt,  um in dem schwierigen Gelände um Medaillen und Punkte zu kämpfen. In Wildemann war das organisatorische Wettkampfzentrum. Und der seltsame Ortsname stand Pate für das Respekt einflößende steile und ruppige Waldgebiet, in dem die beiden Wettkämpfe stattfanden.

Einen Vorgeschmack auf die bevorstehenden Höhenmeter gab es bereits beim „Aufstieg“ zum Start zu den Meisterschaftsläufen. Mit im Kreis der „Eisernen“ in der Altersklasse H 85 war Georg Reischl vom TV Osterhofen. Er war Favorit in dieser Gruppe und  kam mit diesen ungewohnten Bedingungen auch am besten zurecht. Schließlich siegte er mit deutlichem Vorsprung vor seinen Konkurrenten und errang damit seinen 36. Meistertitel bei Deutschen OL-Meisterschaften.

Wohl wegen der weiten Anfahrt waren nur ein paar  Läufer/Läuferinnen aus dem Landkreis Deggendorf am Start. Die beste Platzierung unter ihnen erreichte Jürgen Schwanitz (TSV Deggendorf) mit dem 6. Rang in H 70. Sein Vereinskamerad  J. Friebe wurde Achter in H 20 und Lara Geiger (SV Mietraching) landete auf Platz 16 in D 16.

Am 2. Tag stand ein Langdistanz-Bundesranglistenlauf im benachbarten Revier auf dem Programm. Die längeren Bahnen mit deutlich mehr Höhenmetern in einem Wald mit viel Jungwuchs stellten für viele Läufer eine grenzwertige Herausforderung dar. Und nicht wenige Gemeldete schreckten gar vor einem Start ab und traten nicht mehr an.

Mit ruhiger Entschlossenheit ging Georg Reischl diesen Härtetest über 3 km Luftlinie und 110 Höhenmeter.  So überwand er unbeschadet die steilen Abbrüche sowie  Jungwuchsstreifen und löste auch eine knifflige Routenwahlentscheidung fast optimal. Er hatte seine Kräfte gut eingeteilt und schaffte es nach einem energischen Schlussspurt knapp unterhalb 1 Stunde Laufzeit ins Ziel. Er erreichte damit wiederum mit großem Vorsprung Platz 1  in seiner Wettkampfklasse. Zugleich übernahm er mit diesem Doppelsieg erneut die Führung in der Bundesrangliste H 85.

Neben dem Osterhofener Altmeister trat aus dem Landkreis nur noch Lara Geiger an. Sie verbesserte ihre Platzierung etwas auf den 14. Rang.

Sprintstaffel Premiere in Plattling

Nachdem man im letzten Jahr noch auf die Durchführung einer Sprintstaffel verzichtete wagte der SV Mietraching am Sonntag Nachmittag erstmals als Ausrichter für eine Bayerische Sprintstaffel heran.

Vorbild waren dabei die Sprintstaffeln bei internationalen Meisterschaften, die spannende Wettkämpfe und Fernsehbilder liefern. Während man dabei auf ein Viererteam mit je zwei Frauen und Männern setzt, hatte man sich in Bayern für eine Staffelmischung entschieden, die sich in Anlehnung an den Deutschlandcup, als eine Mischung der Staffeln mit unterschiedlichen Altersklassen zusammensetzt.

So musste eine Staffel mindestens sieben Punkte erreichen. 1 Punkt gab es für Läufer aus den Kategorein H19E, H35-, H-18. 2 Punkte für Läuferinnen und Läufer aus D19E, H-16, H45-, D-18, D35-; 3 Punkte für H55-, H13-14, D-16, D45- und 4 Punkte für H65-, D13-14, D55-, H75-, D65-, H-12, D-12. Unserer Staffel kam somit auf 11 Punkte.

Insgesamt 41 Staffeln gingen am Sonntagnachmittag an den Start, nachdem am Vormittag schon im gleichen Wettkampfgebiet in Plattling und den Isarauen die Bayerischen Meisterschaften im Sprint-OL stattgefunden hatten.

Der erste und dritte Part der Staffel hatte im flachen Gelände rund 2,5 km Luftlinie abzusprinten, die mittlere Bahn hatte 1,5 km Luftlinie.

Dem SV Mietraching ist es bei dieser Premiere gelungen einen spannenden Staffelwettbewerb durchzuführen, der beste Werbung dafür war, dass man die Sprintstaffel dauerhaft in den Wettkampfkalender aufnehmen sollte.

Wir vom TV Osterhofen haben mit einer Staffel (Gertrud Liebl, Iris Bauer und Siegfried Liebl) das Geschehen live miterlebt und waren mit unserer Platzierung im Mittelfeld sehr zufrieden.

Bayerische Meisterschaft Sprint in den Plattlinger Isarauen

Fast hätte die Bayerische Sprintmeisterschaft im Orientierungslauf am Sonntag 5. September 2021 noch abgesagt werden müssen – Schuld war ein Hochwasser, welches bis Freitag die Isarauen geflutet und somit Teile des Wettkampfgebietes unter Wasser gesetzt hatte. Der rasche Rückgang der Isar hatte es dann dem Ausrichter SV Mietraching ermöglicht, den Wettkampf durchzuführen. Gott sei Dank.

Die Läufe waren durch zwei unterschiedliche Geländetypen – zum einen ein urbanes Siedlungsgebiet und zum zweiten die Isarauen sehr interessant. Hohes Tempo und gleichzeitig sichere Orientierung sind da angesagt, da der kleinste Umweg die entscheidenden Sekunden zum Sieg ausmachen.

Wir vom TV Osterhofen waren mit 7 Läufern dabei und haben wieder einen sehr gut organisierten Wettkampf erleben dürfen.

Teilnahme an der Senioren-WM  In Ungarn

 

Fast 1 500 Orientierer aus 38 Staaten waren nach Velence südwestlich von Budapest gekommen, um hier die Senioren-Weltmeister (ab 35 Jahren) zu ermitteln. Mit 40 anderen Teilnehmern aus Deutschland trat ich in M 85 an, um meinen WM-Titel von 2019 zu verteidigen. Ich schaffte es zwar dreimal klar ins A-Finale, in dem die Medaillen vergeben werden, aber die Titelverteidigung misslang.

 

Bei den Sprintwettkämpfen in der Großstadt Székesfehérvár waren  viele Gegner offensichtlich  läuferisch deutlich stärker. Denn trotz praktisch fehlerloser Läufe landete ich auf den Plätzen 7 (Quali) und 8 (Finale). Die beste Leistung gelang mir bei der „Quali“ für die Wettkämpfe im Wald. In dem fast offenen heideartigen Gelände erreichte ich unter den 20 Startern in M 85 den sehr starken 2. Platz. Das machte Hoffnung für das Mitteldistanz-Finale in einem ähnlichen Terrain. Und tatsächlich lag ich von Anfang an auf Medaillenkurs, bis ich dann am Ende den letzten O-Posten „einfach“ übersah. Mit Entsetzen sah ich dann nach dem Auslesen des O-Chips meinen Fehler: Ohne Wertung! Auch im abschließenden Langdistanz -A-Finale war ich von Anfang an vorne mit dabei. Aber nach einer zeitraubenden Suchaktion am 3. Posten war ich stark zurückgefallen. So reichte es, trotz eines energischen Zwischenspurts mit Bestzeit zu Posten 9, am Ende nur noch zu Platz 5.

 

Was bleibt Positives von dieser WM? Die Erinnerung an schwierige und spannende Wettkämpfe, an eine fast perfekte Organisation, an einige Hundert freundliche Helfer (Volunteers), an ein umfassendes 70-seitiges Programmheft in englischer Sprache mit vielen Abbildungen und an Begegnungen mit deutschen und ausländischen guten Bekannten wie den 95-jährigen Adolf Kempf aus der Schweiz.

 

August 2021

Georg Reischl